• Bei möglicher Beschädigung oder Kontamination durch falsche
Behandlung und bei Überschreitung des Verfallsdatums ist der Verschluss
zu entsorgen.
• Bei stark infiziertem oder eiterndem Fisteltrakt darf der Verschluss nicht
eingesetzt werden. Solange Anzeichen einer akuten Entzündung,
Eiter oder übermäßiger Wundabfluss vorhanden sind, sollte ein
Seton verwendet werden. Damit ausreichend Zeit zur Festigung und
Stabilisierung des Trakts bleibt, sollte der Verschluss erst nach sechs
bis acht Wochen eingesetzt werden.
• Der Verschluss muss vor dem Einsetzen, Zurechtschneiden oder Vernähen
erneut hydriert werden.
ALLGEMEINES
• Die Anwendung darf nur durch Personen erfolgen, die mit den chirurgischen
Techniken für die Reparatur von anorektalen Fisteln vertraut sind.
• Bei der Behandlung von kontaminierten oder infizierten Wunden bzw.
Wunden, die als „clean-contaminated" gelten müssen, sind angemessene
chirurgische Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.
• Das Infektionsrisiko im Anschluss an die Implantation kann durch
die prophylaktische Anwendung von Antibiotika und Säuberung des
Fisteltrakts verringert werden. (Siehe Einsatz von antimikrobiellen
Wirkstoffen)
• Der Verschluss sollte aseptisch behandelt werden, und der Kontakt mit
Latexhandschuhen ist zu vermeiden.
• Der Verschluss sollte durch die interne (primäre) Fistelöffnung eingeführt
werden.
• Der Verschluss sollte nur so weit in den Fisteltrakt gezogen werden, bis die
interne (primäre) Öffnung ausreichend abgeschlossen/abgedeckt ist.
• Die externe (sekundäre) Öffnung des Fisteltrakts sollte offen bleiben.
• WICHTIG: Der Operateur sollte den Patienten raten, in einem Zeitraum
von zwei Wochen nach dem Einsetzen des Verschlusses keine
anstrengenden Aktivitäten zu betreiben. Siehe Vorsichtsmaßnahmen nach
dem operativen Eingriff.
• Die Wunde kann zwei bis vier Wochen lang nässen. Der Abfluss
von Wundflüssigkeit kann nach dem Eingriff bis zu 12 Wochen
lang andauern, bis der Verschluss eingebunden und der Fisteltrakt
geschlossen ist.
MÖGLICHE KOMPLIKATIONEN
Unter anderem können die folgenden Komplikationen nach dem Einsetzen
des Verschlusses auftreten:
• Entzündung
• Induration
• Migration
• Extrusion
• Seromabildung
• Infektion
• Abszess
• Erneutes Auftreten der Fistel
• Verzögerte oder nicht erfolgende Einbindung des Verschlusses
Falls eine der folgenden Komplikationen auftritt, sollte das Entfernen des
Verschlusses in Erwägung gezogen werden:
• Infektion
• Abszess
• Akute oder chronische Entzündung (bei der ersten Anwendung von
chirurgischen Implantaten können vorübergehend leichte örtliche
Entzündungen entstehen)
• Allergische Reaktionen
LAGERUNG
Der Verschluss muss bei Raumtemperatur an einem sauberen, trockenen Ort
aufbewahrt werden.
STERILISATION
Der Verschluss wurde mit Ethylenoxidgas sterilisiert.
EINSATZ VON ANTIMIKROBIELLEN WIRKSTOFFEN
Da der Verschluss in einem operativen Umfeld verwendet wird, in dem
vollständige Sterilität nicht gewährleistet werden kann, werden im
Allgemeinen antimikrobielle Wirkstoffe eingesetzt, um infektiöse
Komplikationen zu verhindern.
des Darmtrakts als auch eine antibiotische Prophylaxe des Patienten
tragen zur erfolgreichen Anwendung bei, und die US-amerikanischen
Gesundheitsbehörden empfehlen das Säubern des Darmtrakts und die
prophylaktische Anwendung von enteralen und intravenösen antimikrobiellen
Wirkstoffen vor kolorektalen Elektivoperationen.
Literatur zur genauen Dosis, zum Zeitpunkt und zur Auswahl der Mittel.)
Bei typischer gastrointestinaler Flora kann davon ausgegangen werden, dass
verschiedene aerobe und anaerobe Organismen präsent sind. Aus diesem
Grund sollten die folgenden Punkte beachtet werden:
Sowohl das mechanische Säubern
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(Siehe die Angaben in der
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