14. Der erste Flug
Vor dem ersten Start ist der Flugakku entsprechend den Anweisungen im Abschnitt „Laden des Flugakkus" zu laden. Mit einem Batterieprüfer können Sie die
Restkapazität der Senderbatterien testen. Nachdem Sie noch einmal kurz die Funktion des Motors sowie die Ausschläge des Höhen- und Seitenruders über-
prüft haben, ist das Modell zum Erstflug bereit.
Wählen Sie einen geeigneten Raum zum Betrieb Ihres Modells aus. Für die ersten Flugversuche empfehlen wir Ihnen eine große Lager- oder Sporthalle. Wenn
Sie Ihr Modell beherrschen, können Sie auch in kleineren Räumen fliegen.
Sollten Sie den Erstflug im Außenbereich durchführen, so warten Sie einen möglichst windstillen Tag ab.
Der beiliegende Streamer kann bei Bedarf mit der Schlaufe am Heckrad befestigt werden. Im Alleinflug dient er vom Modell hinterher gezogene
Streamer als optischer Blickfang. Bein Einsatz von 2 oder mehreren „SlowFlyer" können geübte Piloten versuchen, die Streamer der anderen
Modelle mit dem Propeller zu kappen. Das Fliegen mit Streamer sollten Sie aber erst dann durchführen, wenn Sie Ihr Modell sicher im Griff haben.
a) Der Start
Grundsätzlich ist es problemlos möglich, das Modell alleine und auch
von glatten Böden aus zu starten.
Für den ersten Flug empfehlen wir Ihnen aber trotzdem einen Starthelfer
zu nehmen, der das Modell aus der Hand startet. So haben Sie beide
Hände zum Steuern frei und können sich voll auf das Modell konzentrie-
ren.
Der Starthelfer fasst für den Start das Modell mit Daumen und Zeigefin-
ger am Trägerstab (1) unterhalb der Tragflächen.
Unser Tipp: Um die Fluglage Ihres Modells genau erkennen zu kön-
nen, sollten Sie seitlich hinter dem Starthelfer stehen und genau in die
Flugrichtung des startenden Modells blicken.
Starten Sie nicht in der Raummitte, sondern in einer Ecke des Raumes.
So haben Sie ausreichend Platz, einen großen Kreis im Raum zu flie-
gen.
Geben Sie nun langsam Gas und lassen Sie den Motor mit ca. 60 - 70%
seiner Leistung laufen. Der Starthelfer gibt dann das Modell mit sanftem
Schwung gerade nach vorne frei.
Das Modell sollte nun in einem flachen Winkel nach oben steigen. Versuchen Sie dabei so wenig wie möglich zu steuern. Erst, wenn das Modell selbsttätig die
Fluglage verändert und z.B. eine Kurve fliegt, zu sehr steigt oder die Nase nach unten nehmen will, korrigieren Sie die Fluglage mit den erforderlichen Steuer-
befehlen.
Zur feinfühligen Korrektur der Fluglage und für gezielte Richtungsänderungen aus der Normalfluglage sind nur geringe bzw. kurzzeitige Knüppelbewegungen
am Sender erforderlich.
Wenn die gewünschte Flughöhe erreicht ist, reduzieren Sie die Motorleistung und leiten die erste Kurve ein.
b) Der Kurvenflug
Der Kurvenflug wird mit dem Seitenruder eingeleitet, wodurch das Modell sich zur Seite neigt. Ist die gewünschte Schräglage des Modells erreicht, wird das
Seitenruder zurück in die Mittelstellung gesteuert. Gleichzeitig wird durch sanftes Ziehen am Höhenruder-Steuerknüppel die Kurve in gleichbleibender Höhe
geflogen.
Wenn das Modell in die gewünschte Richtung fliegt, wird mit einem kurzen Seitenruderausschlag in die Gegenrichtung das Modell wieder horizontal ausgerich-
tet und das Höhenruder in die Mittelstellung zurückgebracht. Versuchen Sie zu Beginn keine zu engen Kurven zu fliegen und achten Sie auch in den Kurven auf
eine gleichbleibende Flughöhe.
Wichtig!
Die Wirksamkeit der Ruder ist neben dem Ausschlagweg am Sender auch von der Motorleistung abhängig. Je höher die Motordrehzahl, desto
engere Kurven können geflogen werden.
Achtung!
Achten Sie beim Fliegen immer auf eine ausreichende Mindest-Fluggeschwindigkeit. Bei reduzierter Motorleistung führt zu starkes Ziehen am
Höhenruder-Steuerknüppel dazu, dass das Modell zu langsam wird und nach vorne über die Rumpfspitze oder seitlich über eine Tragfläche
abkippt.
Fliegen Sie deshalb zu Beginn in ausreichender Sicherheitshöhe, um sich an das Steuerverhalten des Modells gewöhnen zu können. Fliegen Sie im Außenbe-
reich aber nicht zu weit weg, um jederzeit die Fluglage eindeutig beurteilen zu können.
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