4.4 Rettung einer hilflos im Verbindungsmittel hängenden Person
Achtung:
Arbeitshandschuhe erforderlich !
Das Abseil- und Rettungshubgerät mit dem am Gerät befindlichen Karabinerhaken an einem
geeigneten Anschlagpunkt nach EN 795 sicher befestigen.
Den Karabinerhaken des kurzen Seilendes in die Rückenöse des Auffanggurtes der zu rettenden
Person einhaken und sichern. Der Umschalthebel der Halteknarre muß in Richtung des kurzen in
die Rückenöse eingehakten Seilendes zeigen. Die Umschalthebel der Hubknarren müssen in
Richtung loses Seilende geschalten werden. Mit den Hubknarren die zu rettende Person soweit
anheben, daß diese aus dem Verbindungsmittel gelöst werden kann.
Das Abseilen der Person erfordert das Umschalten aller Knarren. Auch hier gilt wieder, je nach
Hub- bzw. Abseilrichtung alle Schalter entweder auf gelb oder alle Schalter auf rot stellen.
Achtung:
Unter Last können und dürfen die Knarren nicht umgeschaltet werden.
Zum Umschalten muß als erstes die Halteknarre und anschließend die Hubknarren entlastet
werden. Hierzu ist wie folgt vorzugehen: Mit einer Hubknarre die Last anheben und mit dieser
auch die Last halten. Dadurch wird die Halteknarre entlastet und kann umgeschaltet werden.
Achtung:
Die Last weiter mit der Hubknarre halten.
Jetzt das unbelastete Seil in den offenen Haken einlegen, fest nach unten ziehen und straff halten.
Die Hubknarre mit der die Last gehalten wird, kann jetzt langsam entlastet und ebenfalls
umgeschaltet werden, oder durch Betätigung des Auswurfknopfes vom Gerät abgenommen
werden. Dabei muß die Last mit dem Seil gehalten werden. Es erfolgt also eine Lastübergabe von
der Hubknarre auf das straff nach unten zu haltende Seil. Um den Abseilvorgang zu beginnen das
Seil langsam durch die Hand gleiten lassen und los lassen. Die Abseilgeschwindigkeit wird durch
eine Fliehkraftbremse automatisch geregelt. Bei der Rettung eines Verunfallten aus einer
Steigleiter ist es oft erforderlich, den Vorgang des Abseilens, zusätzlich von Hand mit zu steuern.
Dazu läßt der Retter das nach oben laufende Seil durch seine Hand gleiten und kann damit die
Abseilgeschwindigkeit exakt steuern und den Verunfallten so an möglichen Hindernissen langsam
vorbeiführen.
Während des Rettungsvorgangs sollte es stets einen direkten oder indirekten Sichtkontakt oder
eine andere geeignete Kommunikation mit der zu rettenden Person geben.
4.5 Rettung durch Heranfahren des Retters an eine zu rettende Person
Mit dem Abseil- und Rettungshubgerät TC013 ist es auch möglich, daß der Retter direkt mit dem
Gerät an die zu rettende Person heranfährt, diese anhängt, gegebenenfalls sich selbst und die zu
rettende Person anhebt um z.B. das Verbindungsmittel der zu rettenden Person zu lösen und
dann gemeinsam mit dieser nach unten abfährt.
Diese Rettung darf nur von Personen durchgeführt werden, die in die sichere Benutzung speziell
dieser Anwendung unterwiesen sind und die entsprechenden Kenntnisse haben.
5. Wartung, Lagerung, Transport und Instandsetzung
Nach dem Einsatz Abseilgerät und Abfahrseil gegebenenfalls reinigen. Reinigung mit
Feinwaschmittel und reichlich Wasser (40° C).
Wenn es beim Einsatz oder beim Reinigen naß geworden ist trocknen.
Trocknen ausschließlich auf natürliche Weise, d.h. nicht in der Nähe von Feuer oder
anderen Hitzequellen. Abseilgerät und Abfahrseil in luftigen und schattigen Räumen trocken
lagern. Um Beschädigungen während der Lagerung oder des Transports zu verhindern sollte die
Ausrüstung in einem Gerätebeutel oder einer Transportkiste aufbewahrt werden.
Berühren mit Säuren, ätzenden Flüssigkeiten und Ölen vermeiden. Wenn unvermeidbar,
unbedingt an den Hersteller wenden.
Sollte eine Desinfektion der Ausrüstung erforderlich sein, bitte ebenfalls an den Hersteller
wenden.
Instandsetzungen dürfen nur durch den Hersteller oder eine durch den Hersteller autorisierte
Person unter genauer Beachtung der Instandsetzungsanleitung durchgeführt werden.
Abseilgeräte, die fest an einem Arbeitsplatz installiert sind und dort zwischen den Inspektionen in
Position gelassen werden, sind auf geeignete Weise gegen Umwelteinflüsse zu schützen (z. B.
Rettungsfass).
TC013 TC014
UPDATE : 20.01.2016
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