Widerstandsmessungen; Schutz Gegen Überlastung; Crestfaktor - Hameg Instruments HM8010 Manuel

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Widerstandsmessungen

Bei Widerstandsmessungen erfolgt der An-
schluss des Messobjektes zwischen COM-Buch-
se
und V/Ω/T°/dB-Buchse
schlussbuchsen liegt dabei eine Gleichspannung.
Es sollten daher nur spannungsfreie Objekte ge-
messen werden, da im Messkreis vorhandene
Spannungen das Ergebnis verfälschen.
Bei Messungen von sehr kleinen Widerstands-
werten kann der Leitungswiderstand der Mess-
leitung vom Messergebnis subtrahiert werden
(OFFSET Betriebsart). Das HM8010 Multimeter
hat bei Widerstandsmessungen den OFFSET-
Wert der mitgelieferten Messleitung HZ15 ge-
speichert. Bei Messungen von sehr großen Wider-
standswerten soll das Messobjekt so nahe wie
möglich an die Eingangsbuchsen herangeführt
werden, oder man benützt zur Messung ein abge-
schirmtes Kabel, wobei der Schirm auf Masse lie-
gen soll.
Schutz gegen Überlastung
Alle Messbereiche des HM8010 sind gegen Über-
lastung gesichert (siehe technische Daten).
Allgemein gilt: Bei Messungen unbekannter Grö-
ßen ist immer zuerst im größten Messbereich zu
beginnen und von dort aus in einen Bereich mit
optimaler Anzeige umzuschalten. Bei einer Stö-
rung des HM8010 ist erst die Störursache zu be-
seitigen. Erst dann sind weitere Messungen vor-
zunehmen.

Crestfaktor

Für die Beurteilung komplexer oder verzerrter
Signale ist die Ermittlung des echten Effektivwer-
tes erforderlich. Das Digitalmultimeter HM8010
ermöglicht Wechselgrößenmessungen mit An-
zeige des echten Effektivwertes (TRMS =True
Root Mean Square) oder einer gleichspannugs-
überlagerten Wechselgröße (AC+DC). Für die In-
terpretation der Messwerte und Beurteilung der
Genauigkeit ist der echte Effektivwert eine wich-
tige Größe. Er ist definiert als das Verhältnis von
Signalspitzenspannung zum Effektivwert des Sig-
nals.
Crestfaktor = CF = U
/U
s
Er ist ein Maß für den dynamischen Eingangs-
spannungsbereich eines Wechselgrößenwand-
lers und drückt die Fähigkeit aus, Messsignale
14
Änderungen vorbehalten
. An den An-
eff
mit großem Spitzenwert zu verarbeiten, ohne
dass der Wandler in den Sättigungsbereich
kommt.
Der Crestfaktor des HM8010 reicht von 1 bis 7
(für Messfehler <1%) und ist abhängig von der
Höhe des Effektivwertes des zu messenden Sig-
nals. Am Messbereichsende ist der Crestfaktor
noch max. 3,5; d.h. er beträgt max. 7 in der Mitte
des jeweiligen Messbereiches. Bei Signalen mit
darüber hinaus gehendem Crestfaktor ist die
Anzeigegenauigkeit herabgesetzt. Um eine Sät-
tigung der Eingangsstufe zu verhindern, darf der
Eingangsspitzenspannungswert den Bereichs-
endwert x 3 nicht überschreiten oder maximal
850 V
betragen.
s
Zusätzlicher Fehler durch hohen Crestfaktor
Fehler ± (% v. Messwert)
CF
1-2
2-3
%
0.05
0.15
Die Anzeigegenauigkeit hängt unter anderem von
der Bandbreite des RMS Wandlers ab. Messun-
gen komplexer Signale werden kaum beeinflusst,
wenn nicht wesentliche harmonische Komponen-
ten des Messsignals außerhalb der Wandler-
bandbreite von 100 kHz (-3dB) liegen.
Eine weitere Einflussgröße auf die Messgenauig-
keit ist das Tastverhältnis des Messsignals. Der
Crestfaktor steht dazu in folgender Beziehung:
T = Periodendauer; t = Pulsbreite
U = Pulsamplitude
So hat z. B. der abgebildete Kurvenzug bei ei-
nem Tastverhältnis von 1% einen Crestfaktor von
3-4
4-5
5-6
0.3
0.4
0.5

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